Mit einem leichten Thema anfangen

Bei einem ersten Gespräch muss man sich keine besonders originelle Frage ausdenken. Beginne mit etwas, das sich leicht beantworten lässt, etwa mit dem Ort, an dem ihr euch gerade befindet, oder einer Aktivität, die der anderen Person in letzter Zeit Freude gemacht hat. Fragen sind eine Einladung, Interessen kennenzulernen – kein Test, um einen Typ zu erraten.

Zum Einstieg eignen sich zum Beispiel:

  • „Was machst du in letzter Zeit gern an freien Tagen?“
  • „Hast du kürzlich einen Film gesehen oder ein Buch gelesen, das dir gefallen hat?“
  • „Wie hast du von diesem Ort erfahren?“
  • „Hast du gerade etwas Neues gelernt oder entdeckt, das dich interessiert?“

Stelle nicht mehrere Fragen auf einmal, sondern lass der anderen Person Zeit zu antworten. Interessiert sie ein Thema besonders, kannst du daran anknüpfen und dazu weiterfragen.

Zuhören und das Gespräch weiterführen

Wiederhole nach einer Antwort nicht immer nur „Warum?“, sondern greife etwas Konkretes daraus auf. Zum Beispiel: „Du hast gesagt, dass du jedes Wochenende wandern gehst. Welche Tour hat dir am besten gefallen?“ Wenn du auch eine eigene, ähnliche Erfahrung oder einen Gedanken teilst, fühlt sich das Gespräch weniger wie ein Interview an.

Menschen antworten unterschiedlich ausführlich und in unterschiedlicher Stimmung. Fällt die Antwort kurz aus, frage nicht weiter nach, sondern schlage ein anderes Thema vor oder macht eine kleine Pause. Auch eine Stille muss nicht unbedingt gefüllt werden, damit ein Gespräch natürlich ist.

Grenzen im Gespräch achten

Persönliche Themen wie Familie, Einkommen, Gesundheit oder frühere Beziehungen können unangenehm sein, bevor genügend Vertrautheit da ist. Zögert die andere Person oder wechselt das Thema, dränge sie nicht zu einer Antwort. Auch du darfst sagen: „Darüber möchte ich noch nicht sprechen“, wenn dir eine Frage zu persönlich ist.

MBTI kann ein Gesprächseinstieg sein, sollte aber nicht den Eindruck erwecken, du hättest die andere Person anhand ihres Typs schon durchschaut. Wenn du ihr wirklich zuhörst, erfährst du aus ihren eigenen Erlebnissen mehr als aus vier Buchstaben.